Acht Jahre sind in der digitalen Welt schon eine lange Zeit. Was sich damals im Ehrenamt entwickelt hat, ist inzwischen mit TOBROB Digitalagentur zu einem verlässlichen Partner für Social Media, Online Marketing und Kommunikation herangewachsen. Vieles hat sich online weiterentwickelt, doch grundlegende Strategien für einen erfolgreichen Auftritt in der Online-Welt haben sich über die Jahre immer wieder bewährt. Social Media für Politiker ist immer wichtiger geworden und lässt sich im heutigen Wahlkampf nicht mehr wegdenken.

Innerhalb der vergangen Jahre habe ich unzählige Postings für Kommunalpolitiker, Abgeordnete, Parteien und politische Vereinigungen erstellt. Angela Merkel, Silvio Berlusconi oder Ursula von der Leyen – sie alle waren auf den ein oder anderen Fotos zu sehen und sollten entsprechend reichweitenstark auf den Social Media Accounts der Politiker präsentiert werden. Jeder einzelne Post sollte natürlich so viele Likes wie möglich erhalten und keine unerwünschten Social Media-Trolle heranziehen. Was sich alles schön und einfach anhört, ist in der Umsetzung doch meistens etwas umfangreicher.

Im folgenden Stelle ich sieben Tipps und Tricks dar, die meiner Meinung nach jeder Politiker für seine eigenen Social Media Accounts beherzigen soll.

  1. Community organisch und langfristig aufbauen
    Wer als Politiker online erfolgreich sein möchte, muss früh beginnen die eigenen Profile einzurichten und Follower zu generieren. Der Prozess kann nicht erst einige Wochen oder Monate vor dem Wahltermin starten. Es braucht mindestens ein Jahr, um vor Ort in seinem Wahlkreis bekannt zu werden und entsprechend organisch mit den Social Media-Profilen zu wachsen. Follower zu kaufen oder sonstige Umwege zu gehen werden inzwischen von den Social Media-Konzernen bestraft – es lohnt sich nicht. Seien Sie als Politiker ehrlich und bleiben Sie glaubwürdig. Nur echte Follower können auch Wähler werden!
  2. In den Dialog mit den Followern treten
    Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ist und bleibt das wichtigste Instrument in der politischen Kommunikation. Übertragen Sie auch diesen Dialog in die digitale Welt auf Ihre Social Media-Profile. Sie können Umfragen erstellen, Live-Talks anbieten und die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zu einem Thema aufnehmen. Nehmen Sie Ihre potenziellen Wählerinnen und Wähler ernst und antworten zugig auf Fragen oder Nachrichten.
  3. Qualität vor Quantität
    Nichts ist unangenehmer und nachteiliger für Ihre Reichweite wie unscharfe Fotos oder ein Video mit schlechtem Ton. Ihre Follower erkennen sehr schnell – gerade die junge Generation – ob Sie es online ernst meinen und wirklich an der politischen Arbeit auf den Social Media-Profilen interessiert sind. Holen Sie sich Unterstützung von Social Media-Experten und bereiten Sie Ihre Postings gut vor. Schlechte Postings erhalten auch keine Likes. Stecken Sie Ihre Zeit lieber in die Erstellung von guten Fotos, Videos und ansprechenden Texten und heben Sie sich von Ihren Gegenkandidaten ab. Nutzen Sie das CI Ihrer Partei oder lassen Sie sich ein eignes erstellen.
  4. Sei persönlich und nahbar
    Oftmals ist es das Bild aus dem Urlaub oder das Selfie aus dem Sitzungsaal welches die meisten Likes und eine enorme Reichweite bekommen. Zwar ist hier nicht direkt eine politische Botschaft zu erkennen, doch darauf kommt es manchmal auch nicht an. Ihre Follower und potenziellen Wählerinnen und Wähler wollen Sie als Mensch wahrnehmen und sich mit Ihnen identifizieren können. Wer sind Sie? Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Was ist Ihr Lieblingscafé? Persönlichkeit ist das A und O in der politischen Kommunikation und lässt sich online auf Ihren Social Media-Kanälen perfekt umsetzen. Vermeiden Sie wiederkehrende Profilbilder und gestellte Fotos – seien Sie ein Mensch wie Ihre Wählerinnen und Wähler!
  5. Betreibe gutes Community Management
    Nicht immer macht man sich online Freunde und wird für die politische Arbeit gelobt. Trolle lauern online unter jedem Post. Gut ist es, wenn Sie ihre Kritiker ernst nehmen und vielleicht bietet es sich auch an, auf einen negativen Kommentar zu antworten? Scheuen Sie als Volksvertreter keinen Kontakt sondern stehen Sie für Ihre politischen Standpunkte und Ziele ein. Kritiker die nicht ernst genommen werden, können in kürzester Zeit unglaublich viele weitere Trolle heranziehen. Passn Sie also auf, halten Sie Ihr Postfach im Auge und beobachten Sie die Kommentare unter Ihren Posts – auch am Wochenende.
  6. Halten Sie die Seite stets aktuell
    Nichts ist langweiliger als wochenlange Pause oder Beiträge von vor über drei Monaten. Ihre Follower möchten mehrmals in der Woche erfahren, was Sie zu bestimmten gesellschaftlichen Themen zu sagen haben und an was Sie aktuell arbeiten. Sie bleiben auf Social Media als Politiker nur interessant, wenn Sie aktuelle Beiträge posten und immer etwas neues zu berichten haben. Alte Beiträge und Fotos bleiben am Besten im Archiv. Es geschieht immer etwas in Ihrem Wahlkreis oder Sie treffen auf eine interessante Person – posten Sie es!
  7. Verbinden Sie online und offline
    Ihre Follower können Sie natürlich nur offline in der analogen Welt wählen. Bedenken Sie, dass das persönliche Gespräch vor Ort immer noch wichtig bleibt und Social Media den persönlichen Kontakt nie ersetzen wird. Sehen Sie Social Media für Politiker als Chance. Laden Sie z.B. zu einer Veranstaltung ein, sprechen Sie auf der Veranstaltung mit den Bürgerinnen und Bürgern und schließen Sie online mit einem Fotorückblick das Event ab.

Die vergangen Jahre haben gezeigt, dass die einzelnen Aufgaben sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Social Media für Politiker wird immer wichtiger. Unterschätzen Sie nicht die Arbeitsschritte und überlassen Sie die Umsetzung externen Social Media-Experten. Gerne helfe ich Ihnen und Ihrem Verband. Sprechen Sie mich gerne an und wir sehen uns vor Ort.